Photo: © Wolfgang Guenzel

Weltkulturen Museum

29.04.-18.07.2021
Hidden in Plain Sight.
Vom Unsichtbarmachen und Sichtbarwerden

Museen speichern, verwalten und vermitteln Wissen. Doch welches Wissen wird gespeichert und vermittelt – und von wem? Was wird ausgeschlossen oder verdrängt?

„Hidden in Plain Sight“ untersucht, wie durch multiple Perspektiven und Ansätze ein Raum im Museum geschaffen werden kann, der eine kritische Auseinandersetzung mit dem Kolonialismus und seinen Nachwirkungen bis in die Gegenwart ermöglicht. Die Ausstellung zeigt, wie eine dekoloniale Bildungspraxis neue Blickwinkel im Museum eröffnen kann.

Die Ausstellung setzt sich mit aktuellen Themen wie der Geschichte und Herkunft von Artefakten auseinander und hinterfragt wissenschaftliche Klassifikationssysteme. Im Dialog mit Arbeiten von zeitgenössischen Künstlern werden folgende Fragen diskutiert: Welche Ereignisse und Personen fehlen in Texten und in Bibliotheken? Wie viele gesellschaftliche Privilegien bleiben unsichtbar? Welche Geschichten werden in den vorherrschenden Geschichtsnarrativen ausgeklammert und schreiben sich deshalb nicht in das kollektive Gedächtnis ein?

„Hidden in Plain Sight“ verfolgt bewusst das ambitionierte Ziel, produktive Räume für das Nachdenken über neue Formen des gesellschaftlichen Zusammenlebens und des Dialogs zu schaffen.

Weltkulturen Museum →  https://www.weltkulturenmuseum.de/de/

Photo: © Wolfgang Guenzel